Ernährungsmedizin in Witten

Dass Essen und Trinken eine immense Bedeutung für Gesundheit und Krankheit haben, ist seit Jahrtausenden bekannt – die „Ernährungsmedizin“ als Fachgebiet und Zusatzqualifikation gibt es erst seit einigen Jahren. In Witten ist sie außerhalb der Krankenhäuser nur sporadisch vertreten, in zentraler Lage aber in unserer Gemeinschaftspraxis.

Es ist recht aufwändig, die Zusatzweiterbildung „Ernährungsmedizin“ zu absolvieren. Nach dem Lehrplan von Ärztekammer und Fachgesellschaften muss man für die Wochen des Blockunterrichts nach Münster (oder gar nach München) fahren – von Witten aus ein längerer Weg. Die Schulungstage sind lang, sollen sie doch das große Gebiet der Ernährungsmedizin in Theorie und praktischen Seminaren auch gründlich vermitteln. Eingestreut und abschließend sind Prüfungen zu verschiedensten Problemen und Fragestellungen der Ernährungsmedizin abzulegen. Und schließlich müssen die Kandidat(inn)en aus eigener Berufspraxis heraus mehrere Fälle mit Schwerpunkt „Ernährungsmedizin“ lehrbuchreif und z. T. mit konkreten Ernährungsplänen anonymisiert zur Vorlage bei der Prüfungskommission aufbereiten. Wie anderenorts, herrscht auch in Witten kein Mangel an Menschen mit dem Problem „Übergewicht“ – aber ein bisserl breiter darf das Fallspektrum schon sein.

Ist man dann einer der wenigen Ärzte in Witten mit der stolzen Zusatzqualifikation „Ernährungsmedizin“ – damit automatisch Mitglied einer der Fachgesellschaften –, unterliegt man einer steten Fortbildungspflicht. Auf diese Weise kommen auch die neuesten Erkenntnisse des Fachgebiets zu uns – z. B. über die Behandlung von Übergewicht und Mangelernährung, angeborenen oder erworbenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Ernährungsproblemen nach eingreifenden Operationen am Verdauungssystem, wie sie die beiden Krankhäuser in Witten ja auch routinemäßig durchführen.